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Tauchplatz “Eisele” am Starnberger See » Tauchberichte.de

Tauchplatz “Eisele” am Starnberger See

Mein erster Tauchbericht ist über den Tauchplatz “Eisele” am Starnberger See, da ich dort u.a. das Tauchen gelernt habe und wir dort am häufigsten die Unterwasserwelt erkunden.  Der Tauchspot befindet sich am West-Ufer zwischen Garatshausen und Tutzing. Ich werde in meinen ersten Tauchbericht mal alle Informationen reinpacken die mir so einfallen. Wenn ich aber gewisse Punkte vergessen habe, die aber unbedingt in einen Tauchbericht rein müssen, würde ich mich freuen, wenn ihr mir dies kurz in den Kommentaren schreibt.

Anfahrt:
Von Starnberg kommend fährt man die Seeufer Straße immer Richtung Tutzing. Nachdem man das Ortsschild Garatshausen passiert hat sind es noch ca. 500m bis man links zum See abbiegen muss. An der Straße steht ebenfalls ein Schild “Freibad”, welches dirket am Tauchplatz selbst ist.

Parkplätze:
Am Tauchplatz “Eisele” befinden sich Parkplätze. Diese sind jedoch an schönen Tagen, sowie am Wochenende sehr begehrt, da sich auch einige Badegäte an diesem schönen Fleckchen tummeln. Also: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Tauchplatzumgebung:
Der Tauchplatz bietet eine sehr große Liegewiese, auf der sich an schönen Tagen einige Sonnenanbeter befinden. Die Taucher halten sich in der rechten Häflte der Liegewiese auf (Blick zum See).  Somit kommen sich Badegäste,  Schwimmer und Taucher nicht in die Quere.  Da der Tauchplatz eigentlich ein Badeplatz ist, befinden sich dort ebenfalls Toiletten sowie Umkleidekabinen. Falls ihr diese Örtlichkeiten benutzen wollt bitte nur ohne nassen Neopren- oder Trockenanzug damit Herr Eisele nicht dauernd wischen muss. Außerdem findet man einen kleinen Kisok vor, an dem man heiße und kalte Getränke, warme Würstel, selbstgebackenen Kuchen und andere süße Leckerein bekommt. Für die Dekohalbe nach dem Tauchgang (!) ist bestens gesorgt! ;-) Bei schönem Wetter kann man beim Genuß der kühlen Augustiner-Halben den unbeschreiblichen Blick ins Gebirge genießen. Während “Fön-Weterlage” sind die Berge zum greifen nah und das Postkartenbild wird durch vorbeifahrende Segelboote und Damfer nur noch unterstützt.

Tauchplatzbeschreibung:

Einstiegmöglichkeiten:
Ins Wasser kann man ganz bequem vom Ufer aus laufen oder aber man geht über den vorhandenen Steeg ins Wasser. Der Steeg ist allerdings mit Vorsicht zu genießen da er meist sehr glischtig und nass ist. Also obacht geben beim Einstieg!

Beschaffenheit des Grundes:
In Ufernähe befinden sich einige große und kleine  Kieselsteine die ein bequemes Anziehen der Flossen ohne Sedementaufwirbeln ermöglichen. Der Ufergrund wechselt jedoch sehr schnell zu einem sandigen und schlickigen Untergund, der im Sommer schön mit Unterwasserpflanzen bis ca. 5m Tiefe bewachsen ist. Angenehm, vor allem für Anfänger und zur Ausbildung, ist der flach abfallende Seegrund. Große Tiefen kann der Tauchplatz also nicht bieten, aber dafür ist es auch im Flachwasser dank Fisch und Pflanzen vieeeeel schöner. Wenn man doch die 20m Marcke knacken will, dann bitte gleich auf Sand, Sand, Sand… einstellen.

UW-Highlights:
Auch wenn es an diesem Tauchplatz kein Blue Hole, keinen Indianer Felsen, keine Tunnels oder Gotten, und auch leider keine Steilwand gibt, hat der Tauchplatz seinen Reiz. Wählt man den Einstig rechts von der kleinen Buschgruppe und taucht direkt in süd-östlicher Richtung auf 9m ab findet man ein kleines Wrack. Da dieses kleine Fischerboot schon vor einiger Zeit gesunken ist, ist leider nur noch ein hölzernes Gerippe zu erkennen.

Taucht man von dem Wrack in gleicher Richtung bis auf 12m ab und wendet sich um 90° nach süd, süd-west gelangt man an ein süßes Bastschwein, welches ein ambitionierter und künstlerischer Taucher versenkt hat. Dort etwas weiter gerade aus gelangt man bald in den Ankerbereich einiger Sportsegelboote. Um die Ankersteine findet man manchmal Seiblinge und auch einen Hecht habe ich ab und an dort entdeckt. (Achtung bitte wegen Bootsverkeht nicht oder nur vorsichtig auftauchen).

Wählt man den Einstieg links (nord-östlich) vom Steg findet man sehr schnell ein großes Roh, welches in 5m Tiefe beginnt und schier unendlich abfällt. Dies ist eine gute Orientierung für Anfänger um die Einstiegsstelle sicher wieder zu finden. Nördlich (links) von dem Rohr ist im Sommer viel Fisch zu finden, da dies anscheindend nicht mehr zum schwimmbereich zählt. Im Flachwasser sind dort viele unterschiedliche Pflanzenarten und oft, in max 4m Tiefe ein großer Hecht zu finden. Die einzelnen im Wasser stehenden kleine Äste sind der Vollständigkeit halber genannt, aber eher nur eine willkommene Abwechselung zum sonstigen Sandgrund.

Sichtweiten:
Wetterlage, Jahreszeit und natürlich die Anzahl der Taucher vor Ort bestimmen die Sichtweiten. Da der Grund aus Sand ist, kann dieser durch die Taucher oder aber auch vom schlechten Wetter in den Tagen zuvor aufgewirbelt werden. Somit kann man eine Sichtweite von 1m bis – an guten Tagen – zu 10m haben.

Tauchgenehmigung:
Eine Tauchgenehmigung wird nicht benötigt.

Nach dem Tauchgang:
Auf die kulinarischen Möglichkeiten direkt am Tauchplatz habe ich ja bereits in der Tauchplatzumgebung hingeweisen. Diese sind sicherlich sehr zu empfehlen. Wer allerdings noch ordentlich zu abend Essen möchte kann in der näheren Umgebung so einiges finden.

Am See sitzt man sehr schön im Biergarten Tutzing (direkt neben dem Nobelrestaurant Häring) und kann neben der zünftigen Maß, dem klassichen Obatzten auch einen leckeren Steckerl´fisch oder ein halbes Hähnchen zu angemessenen Preisen essen.

Weiter Richtung Tutzing gibt es direkt an der Hauptstraße einige Traditionswirtschaften für den gut bürgerlichen bayerischen Schweinsbraten. Sehr zu empfehlen ist die Fikmtarverne am Tutzinger Kino (neben dem Rathaus). Dort kann man frische Steinofenpizza genießen und dem Pizzabäcker bei seiner Arbeit auf die Finger schauen.  Gerade nach einem Herbst- oder Winter-Tauchgang bringt der heiße Steinofen die nötige Gemütlichkeit mit um bei Rotwein und gutem Essen ewig dort zu verweilen.

Ein Geheimtipp was gehobene italienische Küche angeht ist die Veccia Cancelleria an der Hauptstraße in Pöcking. Der sizilianische Koch ist auch gerne bereit eure eigenen Wünsche auf den Teller zu zaubern. In Starnberg gibt es dann auch Sushi, chinesische, kroatische und diverse andere Restaurants.

Tauchplatz “Eisele” bei Google

Bilder vom Tauchplatz “Eisele”
Werden nachgereicht.

Dies war sicherlich ein ausführlicher Bericht, da der Tauchspot direkt vor der Haustüre liegt. Ob alle weiteren Tauchberichte  so ausführlich ausfallen mag ich zu bezweifeln. :-) Bei der Tauchplatzbeschreibung hat mich zum Glück Michi unterstützt. So genau hätte ich das nicht hinbekommen. Sie hat halt doch schon einige Tauchgänge beim “Eisele” mehr gemacht.

Vielleicht sieht man sich ja mal beim Eisele zum Tauchen!

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